Unser letzter Beitrag …

Lesedauer 7 Minuten


… auf dieser Website.


Bald wird aus Claiming Legacy etwas Neues. Sei gespannt. Weiter unten erzähle ich dir genau, was sich verändert und wie du dabeibleiben kannst.

Aber erst will ich dir von unserer Graduation erzählen. Und von allem, was danach passiert ist.


Graduation


Drei Jahre.


Drei Jahre, die mit einem Visum, ein paar Koffern und einer Vision begonnen haben, von der wir noch nicht ganz wussten, wohin sie uns führt.


Und jetzt stehen wir hier, mit einem Zertifikat in der Hand.


Wir haben unsere drei Jahre am Charis Bible College abgeschlossen.


Ich möchte dich ehrlich mitnehmen. In das, was diese Zeit aus uns gemacht hat. Und in das, was jetzt kommt.


Ich habe auf Tränen gewartet


Bei der Graduation saß ich da und habe auf etwas gewartet.


Auf große Emotionen. Auf Tränen. Auf diesen einen überwältigenden Moment, von dem man denkt, dass er kommen muss, wenn drei Jahre zu Ende gehen.


Er kam nicht.


Stattdessen war da etwas ganz anderes. Ich war einfach glücklich. Ruhig. Im Frieden.


Und erst später habe ich verstanden, warum mich das so berührt hat.


Vor drei Jahren, kurz nach meinem letzten Arbeitstag, habe ich hier auf diesem Blog geschrieben, wie sehr ich gezweifelt habe. Ich habe meine eigene Integrität und meine Motive in Frage gestellt. Ist das richtig? Ist das wirklich Gottes Wille? Oder rede ich mir das nur ein?

Und wie habe ich damals gewusst, dass wir gehen sollen?


Nicht durch ein Zeichen. Nicht durch ein Gefühl.


Durch seinen Frieden.


Genau derselbe Frieden, der jetzt bei der Graduation neben mir saß.


Gott hat uns am Anfang mit Frieden losgeschickt. Und er hat uns mit Frieden ankommen lassen.


Wer wir waren, und wer wir geworden sind


Ich dachte, ich würde hierherkommen, um etwas zu lernen. Wissen über Gott. Bibelverse. Lehre.


Und das habe ich auch, keine Frage.


Aber das, was Gott in diesen drei Jahren wirklich getan hat, war etwas anderes. Er hat nicht in erster Linie meinen Kopf gefüllt.

Er hat mich verändert.


Im ersten und zweiten Jahr habe ich verstanden, wer Gott ist und wer ich in Ihm bin. Gnade. Gerechtigkeit. Identität. Dass ich nichts leisten muss, um geliebt zu sein.


Und im dritten Jahr, in der Global Training School, hat Gott angefangen zu schleifen.


An alten Mustern. An Bewältigungsstrategien, die ich mir irgendwann als Charakter angezogen hatte. An dem Satz, hinter dem ich mich so lange versteckt habe:


„Ich bin halt so.“


Gott hat mir gezeigt, dass ich viel mehr kann, als ich mir selbst zugetraut habe. Dass ich aufhören darf, mich klein zu machen und mich hinter falscher Demut zu verstecken.


Und dass mit Ihm alles möglich ist.


Die Zeit des Wartens ist vorbei.


Es waren keine leichten drei Jahre. Es gab einige Hürden zu überwinden. Wir sind als Ehepaar und als Eltern an unsere Grenzen gekommen. Wir haben gelernt, was Unterordnung wirklich bedeutet, und dass Gehorsam in ALLEN Bereichen gilt, nicht nur in den bequemen.

Und genau da, in diesen Momenten, hat er mir gezeigt, wer ich bin. Worin meine Identität liegt.


Nicht in dem, was ich leiste.


In Ihm.


Ein Abschluss, der eigentlich ein Anfang ist


Carrie Pickett hat es bei der Graduation so treffend gesagt:


Dieses Zertifikat ist nicht das Ende. Es ist ein Anfang. Eine Geburtsurkunde.


Und genau so fühlt es sich an. Wie eine Tür, die aufgeht.

Ich bin ganz sicher, dass Gott, der das gute Werk in euch angefangen hat, es auch vollenden wird.

Philipper 1,6

Ein Zertifikat ist nicht das Ziel. Gott hat sein gutes Werk nicht mit der Graduation abgeschlossen. Er hat uns durch diese drei Jahre vorbereitet. Für genau das, was jetzt vor uns liegt.


Ganz konkret sieht das bei mir so aus: Nach meinem Jahr in der Global Training School wurde ich zusammen mit ein paar anderen für ein Praktikum bei den US Extension Schools angenommen. Dort werde ich darin ausgebildet, Director für Charis zu sein. Was nicht automatisch heißt, dass ich am Ende auch eine werde. Das lasse ich ganz in seiner Hand.


Noch mehr Leitungstraining also. Aber vor allem ein Blick hinter die Kulissen. Das Administrative. Das Zwischenmenschliche. Das, was man von außen nie sieht und was eine Schule trotzdem trägt.


Unser Sommer, und das Warten davor


Letzten Sommer waren wir in Deutschland und haben unser Visum in ein Business Visum geändert. Deshalb mussten wir das Land dieses Mal nicht verlassen.


Vor Weihnachten hatte Gott Josh aber etwas sehr deutlich gezeigt: Er soll erst einmal nicht am Business weiterarbeiten. Der Fokus soll auf Schule, Familie und der Beziehung zu Ihm liegen.


Wir haben das getan. Gegen jede menschliche Logik.


Ich war mir ehrlich gesagt lange nicht sicher, wie ich damit umgehen soll. Wöchentlich habe ich Gott gefragt, ob ich einen Job annehmen soll. Ich habe für Joboptionen gebetet, immer wieder geschaut, was sich auftut. Ich dachte, wir müssen doch jetzt irgendwie arbeiten.


Josh hat mit aller Kraft versucht, das Business zum Laufen zu bringen. Gott hat eine Tür nach der anderen zugemacht.


Und ich bekam einfach keinen Frieden dabei, mich irgendwo zu bewerben. Es wäre auch schwierig geworden, mit unserem Kind zu Hause und all dem, was nebenher fürs College zu tun war.


Ich erinnere mich an einen Moment, in dem ich wirklich gezweifelt habe. Ich wusste nicht, was jetzt kommen soll. Ob Warten wirklich das Richtige ist. Wie das alles finanziell weitergehen soll.


Und dann, bei einem Worship Abend in Charis, habe ich ihn um ein Wort für diese neue Season gebeten.


Ich habe nach oben geschaut. Da steht in großen Buchstaben ein Satz an der Wand.


Trust in God.


Ich habe ihn ein paar Mal gelesen. Und dann habe ich Gott richtig sagen hören:

Abide and trust. Ausharren und vertrauen. Ich brauche dein Ja. Und dann dein Vertrauen, dass ich dich nicht fallen lasse. Ich habe einen Plan, und der ist gut. Und diese Phase gehört dazu.

Mir wurde klar, wie viel Raum ich der Sorge und der Angst in meinem Kopf gegeben hatte.


Dabei hat er uns bisher immer versorgt. Wir haben keinen Mangel. Wir lernen gerade, wie wir gute Verwalter sein können, ja. Aber versorgt hat er uns jeden einzelnen Tag.


Und genau in dieser Phase kam dann der Sommer.


Unser erster Sommer in den USA.


Er war nicht so, wie ich ihn mir erhofft hatte. Nicht voller Reisen und endlich das Land sehen.


Er war: ein Kind beschäftigen, das drei Monate Ferien hat. Herausfinden, wie es weitergeht. Und als das geschafft war, das eigentliche Thema.


Als Ehepaar ein Team werden für das, was Gott für uns geplant hat.


Und das Fundament ausbauen. Unsere Beziehung zu Ihm als Basis für alles andere.


Unser kleines Homeoffice unterm Dach wurde ein Raum voller Ideen, Diskussionen, nasser Handtücher im Nacken gegen die Colorado Hitze und ganz viel Fortschritt.


Und mittendrin hat Gott angefangen, Gebete zu beantworten.


Ich hatte ihn gebeten: Wenn du meinst, es ist eine gute Idee, dann mach mir eine Arbeit neben dem Praktikum möglich. Aber sie muss komplett flexibel sein, damit Mama sein, Praktikantin sein und die Arbeit an unserem nächsten Schritt alle nebeneinander Platz haben.


Und ich habe ihn um noch etwas gebeten. Dass ich mich nicht bewerben muss. Dass er die Tür aufmacht, damit ich wirklich weiß, dass er es ist, und nicht in Versuchung gerate, es einfach aus eigener Kraft zu versuchen.


Kurz danach kam eine E-Mail.


Ein Angebot, für Charis im Homeoffice zu arbeiten, völlig flexibel, und dort zu helfen, die deutschen Videos zu editieren.


Ich musste mich nirgends bewerben.


Gott ist einfach so gut.


Das reicht nicht, um unsere Miete zu zahlen. Aber danach hatte ich auch nicht gefragt. Ich weiß, dass er das über das ermöglichen wird, woran wir gerade zusammen arbeiten. Und ich vertraue Ihm, dass es Erfolg haben wird.


Denn nachdem ich mich noch eine ganze Weile geweigert hatte, habe ich irgendwann nachgegeben. Ich habe Gott vertraut, indem ich meinem Mann vertraut habe, dass er von Ihm gehört hat.


Und dann habe ich mich ganz auf den nächsten Schritt eingelassen.


Deshalb jetzt zu dem, was ganz oben steht


Das hier ist unser letzter Blogeintrag auf dieser Website.


Das stimmt, denn Claiming Legacy wird es als Blogseite so nicht mehr geben.


Gott hat uns auf eine geniale Weise gezeigt, wie wir unser Business Visum nutzen können, um etwas zu bauen, das wir uns vor drei Jahren nicht hätten ausdenken können.


Aus dem Ort, an dem wir dir drei Jahre lang von Visa, Koffern, Bibelschule und Gottes Treue erzählt haben, wird der Ort, an dem das, wofür er uns diese drei Jahre zugerüstet hat, sein Zuhause bekommt.


Kingdom Life Tool


Ein Werkzeug für Menschen, die ihr Leben nicht nur verstehen, sondern mit Ihm ordnen und leben wollen.


Kein weiteres Buch über Gott. Etwas, das man in die Hand nimmt, aufschlägt und benutzt. Gedruckt, nicht digital. Zum Schreiben, nicht zum Durchlesen.


Mehr verrate wir heute noch nicht.


Nur so viel, wie es weitergeht:


In den nächsten Wochen wird aus dieser Seite zuerst eine Vorschau. Du bekommst einen Einblick in die verschiedenen Tools und die Möglichkeit, Teil dieses Projekts zu werden.


Und später wird diese Seite das neue Zuhause für all das, was Gott mit Claiming Legacy vorhat.


Und unsere Geschichten?


Die gehen nicht verloren.


Sie ziehen um.


Wir bauen gerade eine neue Seite, auf der alles weitergeht. Das Persönliche. Das Familiäre. Das, was Gott in unserem Alltag tut. Alles, was hier steht, kommt mit. Und alles, was neu dazukommt, findest du dort.


Genau dafür brauchen wir dich einmal ganz kurz.


Lass uns deine E-Mail-Adresse da.


Dann bekommst du eine Nachricht, sobald die neue Seite steht, und weißt, wo du uns wiederfindest. Und wenn du auch von dem neuen Projekt hören willst, setz einfach das zweite Häkchen.


Wenn du dich nicht einträgst, verlieren wir uns hier. Nicht, weil wir das wollen, sondern weil diese Seite in ein paar Wochen etwas anderes ist.


Du warst die letzten drei Jahre dabei. Wir würden dich sehr gerne bei dem behalten, was jetzt kommt.


Auf Wiedersehen


Mit diesem Schritt legen wir die Kontrolle in seine Hände. Immer wieder neu.


Wir planen, wir bereiten vor, wir arbeiten. Aber das große Bild gehört Ihm. Wir gehen voran im Vertrauen, dass wir ihn hören und dass er uns leitet. Und dass er uns umleitet, wenn wir falsch abbiegen.

Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, dann wird er deine Pfade ebnen.

Sprüche 3,5 und 6

Das ist der Unterschied zu vor drei Jahren. Damals sind wir mit einer Vision losgezogen und haben versucht, sie zu halten.


Heute halten wir sie Ihm hin.


Danke


All das ist nur möglich, weil so viele an uns geglaubt und in uns investiert haben.


Deine Gebete. Deine finanzielle Unterstützung. Deine Nachrichten, die genau im richtigen Moment kamen.

Du bist Teil von jeder einzelnen dieser Geschichten. Von jedem Durchbruch. Von jedem „Approved“. Von diesem Diplom.


Danke.


Die Saat, die du gesät hast, trägt Frucht. In unserem Leben. Im Leben der Menschen, denen wir dienen. Und auch in deinem.

Begleite uns weiter auf dieser Reise. Das nächste Kapitel beginnt gerade erst.

Und es wird genial.

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